Den Umbau von Adenauerplatz und Kreuzstraße mit Detmolder Straße denken!

Unser Schreiben an die politischen Parteien im Bielefelder Stadtrat!

Den Umbau von Adenauerplatz und Kreuzstraße mit Detmolder Straße denken!

Die Bürgerinitiative Sichere Detmolder Straße begrüßt, dass der Umbau vom Adenauerplatz und der Kreuzstraße gleichzeitig mit der Planung der fehlenden Hochbahnsteige auf der Detmolder Straße geplant wird. „Da eine Straßenplanung mindestens für die nächsten 50 Jahre wirksam werden sollte, ist es schon jetzt sinnvoll, die Verlängerung der Stadtbahnlinie 2 bis Hillegossen mitzudenken!“ meint Rita Stuke Sprecherin der Bürgerinitiative Sichere Detmolder Straße. „Zusätzlich kann eine sinnvolle Verkehrslenkung über die A33 die Detmolder und die Kreuzstraße wirksam vom Verkehr entlasten, wenn diese schon wie in der Planung der A33 versprochen, endlich umgesetzt wird. Um den Vorrang für die Stadtbahn sicher zu stellen, und Verkehrsstaus zu vermeiden, sind sogenannte Pförtnerampeln wirksame Maßnahmen“

Unter diesen Voraussetzungen erscheint allerdings die aktuell von Simon Lange (CDU) und Sven Rörig (SPD) vorgestellte Planung für den Adenauerplatz und die Kreuzstraße ein Rückschritt in die Zeit von Planungen für eine autogerechte Stadt! Denn auch wer Straßen für den Autoverkehr ausbaut wird, statt weniger Staus, zusätzlichen Verkehr ernten!

„Wir fordern stattdessen die Umsetzung der mit der SPD beauftragten und teurer bezahlten und beschlossenen Mobilitätsstrategie, der beschlossenen Fußverkehrsstrategie und dem Radverkehrskonzept für mehr Sicherheit und Gerechtigkeit für den Fuß- und Radverkehr zu planen.“ 

Die Einrichtung einer unechten Fahrradstraße auf der Gadderbaumer Straße ist zwar sinnvoll. Die allgemeine Freigabe einer Fahrradstraße für den Autoverkehr würde der Intention von Fahrradstraßen allerdings widersprechen. Ein Zweirichtungsradweg auf der linken Seite der Kreuzstraße geführt, um dann mit dem Rad in die Hans-Sachs-Straße, den Siekerwall, den Nebelswall oder die Breite Straße zu kommen, widerspricht allen Regeln der innerstädtischen Führung des Radverkehrs, und würde in Richtung Detmolder Straße für den Radverkehr zu einem erheblichen Umweg führen.

Eine wirksame Führung des Radverkehrs statt auf der Kreuz- und Detmolder Straße durch die Altstadt müsste wohl mit einem Nutzungsverbot des Radverkehrs auf der Kreuz- und Detmolder Straße verbunden werden, was wegen der Quell- und Zielverkehre in diesen Bereichen unsinnig und rechtlich wohl nicht durchsetzbar ist.

„Eine sinnvolle und zukunftsweisende Lösung für die Kreuz- und Detmolder Straße ist nur die zweispurige Führung des Autoverkehrs breiteren Fußwegen und einer sicheren Führung des Radverkehrs! Nur so kann der heutige Missstand, dass der heutige Fahrradverkehr stadtauswärts „ins Ungewisse führt“, auch die Kreuzung am Landgericht sicher passieren!“

Das aus Sicht der Politiker bestehende „Nadelöhr“ Kreuzstraße für den Autoverkehr gibt es an dieser Stelle nicht wirklich. Ob der Erhalt der derzeitigen Parkplätze in der Kreuzstraße wirklich von großer Bedeutung ist, muss auch in Frage gestellt werden!

Auch durch die Einrichtung einer „echten“ zweiten Rechtsabbiegespur für die Auto-Rechtsabbieger aus der Artur-Ladebeck-Straße in die Kreuzstraße und der Idee einer dann wohl dreispurigen Auffahrt auf den Ostwestfalendamm würde der Adenauerplatz zu einer gigantischen innerstädtischen Straßenkreuzung.

Die Bürgerinitiative Sichere Detmolder Straße fordert zudem die Folgen des Klimawandels zu berücksichtigen. Klimaanpassung in der Stadtentwicklung bedeutet, unsere Stadt an Hitze, Dürre und Starkregen anzupassen. Wichtige Strategien sind das Pflanzen von Bäumen, das Entsiegeln von Böden den Erhalt von Kaltluftschneisen.

Die Kreuz- und Detmolder Straße brauchen mehr Bäume und Grün. Statt Versiegelung ist Entsiegelung und Flächen für mehr Grün zu planen. „Wir können und müssen diesbezüglich viel von anderen Städten lernen!

Mit freundlichem Gruß

die BürgerInneninitiative SICHERE Detmolder Straße en Umbau von Adenauerplatz und Kreuzstraße mit Detmolder Straße denken!